80 Jahre Vertreibung aus Rudelzau und Bernhau – Abend in Pflaumheim
Im Herbst 1946 kamen 210 Heimatvertriebene aus Rudelzau und Bernhau, zwei Nachbardörfern im Sudetenland, mit dem Zug in Pflaumheim und Wenigumstadt an. Sie hatten in Güterwaggons nur 50 Kilogramm Gepäck pro Person mitnehmen dürfen. Zum 80. Jahrestag erinnert ein Vortragsabend im Haus der Vereine an die Vertreibung und an den schwierigen Neuanfang im Bachgau.
Die Geschichte ist eng mit Pflaumheim verbunden: 1977 übernahm die damals selbständige Gemeinde die Patenschaft für Rudelzau und Bernhau, die Rudelzauer und die Bernhauer Straße tragen ihre Namen, Gedenksteine stehen in Pflaumheim und Wenigumstadt. Das Archiv der Heimatvertriebenen betreut der Geschichtsverein Pflaumheim. Der Abend richtet sich an Nachkommen der Vertriebenen und an alle, die sich für die Ortsgeschichte interessieren. Angaben zu Eintritt oder Anmeldung liegen nicht vor.
Foto: Dr. Bernd Gross / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten)